Reiseinfos: Datum: 23.11.11 - 02.12.11 Arrival Airport: Miami, FL Land: United States of America Staat: Florida Gefahrene Meilen: 825 Kosten p. Person: ca. 850,- Route 1. Tag
Tag 1 Schon nach meinem diesjährigen Thailand Urlaub habe ich den Flug nonstop nach Miami gebucht. Lufthansa machte mir ein unmoralisches Angebot, da konnte ich nicht widerstehen. Der Preis direkt von Düsseldorf nach Miami für 490 Euro. Am Vorabend wurden meine beiden Stubentiger bei der besten Katzenpension der Welt abgeliefert und starteten schon einen Tag früher ihren All Inclusive Urlaub.Die Lufthansa startete hingegen erst nächsten Tag um 12:15 Uhr, eine sehr humane Zeit um zum Flughafen zu kommen. Ich versuchte bereits am Vorabend Check In Notausgangsplätze zu ergattern. Leider waren diese von "besonderen Gästen", wie mir die Bodenpersonalsfrau mitteilte, bereits belegt. Natürlich hat die Lufthansa es auch nicht nötig für bessere Plätze einen kleinen Aufschlagzu verlangen, wie zum Beispiel KLM oder Air Berlin. "Bei uns sind alle Gäste gleich" ... ja ja, oder man ist ein Besonderer, oder bezahlt gleich den Business Tarif. Egal, es waren sowieso nur zweier Plätze an den Fensterreihen, so hatte ich wenigstens einen mir bekannten Menschen neben mir sitzen, bei dem ich wenn ich auf die Toilette muss nicht peinlich berührt sein muss, um ihn zu wecken. Der Check In war ja bereits am Vorabend erledigt worden, so begaben wir uns direkt zum Gate. Vorher muss man natürlich noch durch die Passkontrolle. Diese kam mir schon in Düsseldorf wie die Immigration vor. Die Dame begutachtete sehr genau meinen Pass und tippte ziemlich viel auf Ihrer Tastatur. Immer wieder blickte Sie mich ungewöhnlich an. "Haben Sie Ihren Ausweis schon gefunden?" war nach ein paar Minuten ihre Frage. Sie hat mich etwas überrumpelt: "Äh, nee ... !" Während ich antwortete fiel mir ein, dass ich vor 2 Jahren meinen Personalausweis als Verloren gemeldet hatte. Dieser war Opfer eines Umzuges. Ich lächelte, als sie mir Gott sei Dank meinen Pass wieder gab "Was bei Ihnen alles im Computer steht, uih, uih..." sagte ich, während ich zu meinem Gate durch ging. Zum Glück hat das Lufthansa Terminal noch einen Raucherbereich bei den Gates. Bereich ist etwas übertrieben, eher Be"arm", denn es ist nur eine etwas vergrößerte Duschkabine, ungefähr so wie die im Trump Taj Mahal in Atlantic City. Egal, vor dem Flug muss die böse Sucht noch gestillt werden.Nach 2 Zigaretten wurde unser Flug schon aufgerufen. Erst die First und Business Class, dann die letzteren Reihen. Komisch, irgendwie schienen alle in den letzten Reihen zu sitzen. Ich habe für die Vorletzte eingecheckt, da ich aber logischerweise nicht früher ankomme, wenn ich wie andere, wie ein Windhund in der Box kurz vorm Start, vorm Gate scharre, bleibe ich meistens sitzen bis alle eingestiegen sind und gehe dann gemütlich über die Gangway. Letztendlich staut es sich sowieso dann eh wieder bei der Flugzeugtür. Endlich durch alle dicken und dünnen Menschen, die versuchen den viel zu großen Cabin Trolley in die oberen Fächer zu verstauen, gequetscht, erreichte ich Reihe 43. Ich saß, jetzt kann es los gehen. Wir hatten zum Glück In-Seat Entertainment, so vergehen die Flüge immer etwas schneller. Kurz in der Luft und den halben Teil der "Truman Show" später kam auch schon die nette Dame mit dem Essen. In Reihe 42 wird man nicht mehr nach "Chicken or Pasta?" gefragt, du musst einfach nehmen was übrig bleibt. In diesem Fall war Kartoffelgratin übrig, das ich eigentlich sowieso nehmen wollte. Es war ... OK... jaaaaa, ok. Weiter ging es mit der Truman Show, danach "Bad Teacher", als nächstes "Der Zoowärter". Danach kam der zweite Gang. Dieses Mal waren zufällig beide Sorten übrig, hier Chicken mit Pasta (mal was anderes) oder auch auch nur Pasta. Zugegeben, diese war sogar lecker. Nach dem Essen vertrieb ich mir die Zeit mit "Freunde mit Gewissen Vorzügen", Lufthansa steht wohl auf Timberlake. Leider konnte ich den nicht mehr zu Ende gucken, da wir schon zur Landung ansetzten, und die Lufthansa schon vorher die Kopfhörer einsammelt. Die geben noch acht auf ihr Eigentum. Die Landung verlief standardmäßig. Leider saßen wir ganz hinten und ich sah schon schwarz für die Zeitplanung der Immigration. Als ich auf den diversen Laufbändern im Flughafen ein paar Passagiere überholte, war ich beim Betreten der Immigration Halle sehr positiv überrascht. Höchstens 50 Leute vor uns und alle Schalter offen. Wir durften schnurstraks zum "Einheimischen" Schalter durch. Nur noch zwei allein reisende Damen mittleren Alters standen vor uns. Ich merkte Ihnen etwas Nervösität an. Nach einem kurzen Smalltalk mit uns waren Sie auch schon dran. "In New York hat ja auch alles geklappt!" Vorher hatte ich Anett schon klar gemacht, dass wir nicht zusammen zum Schalter gehen dürfen, da das nur Paaren gestattet ist. Die beiden Damen interessierte dies aber nicht und sie gingen beide hin. 15 Sekunden später kam eine wieder zurück in die Reihe. Ich fragte sie was los sei, und sie fragte zurück, was denn ein "Couple" ist. Ich erklärte ihr, dass wenn sie und ihre Freundin zufällig ein lesbisches Paar sind, hätte sie ruhig stehen bleiben können. Fand sie nicht lustig, aber bitte, sie wollte die Wahrheit hören. Endlich war sie an der Reihe, und nach ein paar Übersetzungshilfen von Wörtern wie "time" "Nachmittag" und "halb sechs Uhr Abends" die sie lautstark in die Menge rief war sie auch endlich durch die Immigration. Meine Freundin Elke, die mit dem anderen Flugzeug aus München kommt, hat aufgrund ihrer schlechten Englischkenntnisse immer Angst vor der Immigration. Wenn ich ihr das erzähle, wird sie NIE wieder Angst haben. Endlich ging es weiter, Finger hier, Foto da, Vacation, Cash, usw. Ich war schnell abgefertigt und ging schon mal zum Gepäckband. Anett kam auch schnell hinterher und lachte, weil sie nach ihrem Beruf gefragt wurde, und der Officer daraufhin fragte, ob ich denn auch eine "Nurse" wäre. Nein, bin ich nicht, und anscheinend haben auch beide darüber gelacht. Wie witzig *augen roll* ! Die Koffer kamen pünktlich und zügig ging es weiter durch den Zoll. Blauen Zettel abgegeben und schon standen wir in der International Arrival Halle am Miami Flughafen. "Hier riechts schon nach USA.... " stellte ich fest. "Wie riecht denn USA..?" Anett hielt mich für verrückt... "na, so wie es hier halt riecht..!" Ob es nun die Klimaanlagenluft ist oder was anderes, ich finde es riecht anders als bei uns. Wir hatten bereits einen Mietwagen über Click & Mix bei Dollar reserviert. Da seit letztem Jahr September der MIA Mover am Leben ist, folgen wir der pinken Linie und den MIA MOVER schildern. Wir überholten ein Paar aus unserem Flugzeug die etwas ratlos da standen und wie ich hörte auch die Car Rental Station suchen. Ich wollte ja nur freundlich sein, als ich meinte: "... uns hinterher ... !" Die glaubten mir das aber nicht und gingen in die andere Richtung. Hallo? Habe ich irgendwas komisches an mir ? Heute schon das zweite Mal, dass mir nicht geglaubt wird. Alles hatte so gut funktioniert, nicht mal 15 Minuten für die Immigration, nicht mal 10 Minuten Warten auf den Koffer, aber was wäre Reisen mit mir ohne Komplikationen? Natürlich, langweilig. So fingen diese am Dollar Schalter an. Mein Drucker war zu Hause schon kaputt, und so konnte ich meinen Voucher nicht ausdrucken. Eigentlich hätte ich mir da schon denken müssen, dass es nur weitere Probleme mit der Karre geben kann. Wir hatten ein Midsize SUV gebucht, mit der Hoffnung wieder den besseren Grand Cherokee zu bekommen. Freundlich erklärte ich der kräftigen, afroamerikanischen Dame am Dollarschalter, dass ich noch 4 Freundinnen mit Gepäck mitnehmen muss und ich ein Auto mit großem Kofferraum brauche. Zwinker, zwinker, haben sie denn eine Choiceline?" "No, we dont have a Choiceline... !" - "But you do have SUV's right ? " - "No, we dont have SUV's, I get you something, take the... !" Und da habe ich irgendwas mit "Grandma" verstanden. Ich habe zwar keine Ahnung von Autos, aber ich wusste, das kann nicht gut sein. "Grandma" hmmm, nachdem ich auf ihren Bildschirm guckte verstand ich was sie meinte, ein riesiges Stufenheck im Luxury Bereich wollte sie mir zum gleichen Preis andrehen. "No, no, I need a SUV, because of the height.." - "Sorry, Maam, we dont have SUV's.." Irgendwie nahm ich ihr das nicht ab, und erklärte, dass ich fix und fertig war, schwitzte und einfach nur mein Auto selber aussuchen möchte. Nach 10 Minuten und nachdem sie bei ihrem Boss gefragt hatte, gab sie mir endlich das Abholscheinchen, kritzelte etwas mit rotem Edding darauf und entließ mich in die Tiefgarage. Die Dame da unten war meiner Meinung nach viel kooperativer, wollte mir keine Oma-Autos andrehen und schickte mich in die Midsize Linie. Leider stand absolut kein "großer Kofferraum" da. Mist. Ich ging nochmal zum Schalter in der Tiefgarage, meine Überredungskünste verhalfen mir nur zu einem Sunpass, und zur Zuzahlung von $ 30 zzgl. Tax pro Tag für einen Grand Cherokee. Da das Auto sowieso durch 5 Personen geteilt wurde war es nicht so schlimm, aber ärgerlich war es trotzdem. Über "USA-Reisen" hätte der Cherokee nur 380 Euro gekostet, jetzt kam ich mit Click und Mix auf fast 700 Euro. Man konnte es nicht ändern, und wir fuhren vom Hof, ... aus der Tiefgarage, in die Miami Rush Hour. Ich hatte den nächsten Walmart in mein Navigon bzw. Navigon auf meinem IPhone (29,95 € Navigon USA & Canada, AppStore) eingegeben und fuhr dann im Schritttempo den Flughafen Interstate bis zur nächsten Ausfahrt. Währenddessen dachte ich darüber nach, ob es nun auch in Florida verboten ist, die Navihalterung an der Windschutzscheibe zu befestigen. Ich beschloss, dass  es mir egal war und ließ sie dran, dennoch ziemlich weit unten. Nach 15 Minuten kamen wir beim nächsten Walmart an. Warum? Unsere drei Mitreisenden kamen  aus München und Hannover versetzt ein paar Stunden später als wir am Miami Airport an, deshalb wollten wir schon mal ein paar "Freshmaker" besorgen. Wow, in  diesem "Miami"-"Organic"-Walmart gab es sogar "richtiges" Brot. Dieses wollte ich aber jetzt absolut nicht sehen und verließ die Organic Abteilung in Richtung  "Wonderbread, bei dem man die komplette Packung auf 2 cm komprimieren kann"-Regal. Plain Bagels, Wonderbread, Doritos, Jiffs, Megapack 7Up und Pepsi Max  und eine kleine Flasche Wasser, falls doch jemand gesund leben möchte. Zurück auf dem Parkplatz sah ich, dass wir direkt neben Hooters geparkt hatten. Dieser  platzte aus allen Nähten und bei Dosenpepsi und ein, zwei Zigarettchen verfolgte ich auf dem Parkplatz den Trubel. Erstmal ein bisschen runter kommen. Dann  war es auch schon soweit zum Flughafen zurückzufahren. Carina landete um halb sieben mit KLM aus Hannover via Amsterdam. Wir parkten beim Terminal E und  ich merkte zu spät, dass sie ja bei H landete. Egal, ein kleiner Fußmarsch tat nach dem langen Flug gut. Falls jemand mal Freunde vom Airport Miami abholen  muss, die International Arrivals befinden sich auf Level 3, nicht Level 2 und auch nicht Level 1. Wir hatten bereits herausgefunden wo Jess und Elke um 21:25 Uhr  ankommen werden, und eine halbe Stunde später auch endlich Level 3 gefunden. Carina war das erste Mal in den Staaten und bestand darauf gleich am Ausgang  empfangen zu werden. Dies funktionierte perfekt und nach 20 Minuten Wartezeit kam sie auch schon grinsend aus der Tür. Nun waren wir schon Drei.   Da wir noch 2 Stunden totschlagen mussten bis der Rest ankam beschlossen wir zurück zum Auto zu gehen und schon mal Carinas Gepäck einzuladen und ihrem Nikotinentzug ein Ende zu verschaffen. Beim Einladen ihres Koffers nahm ich besorgt Maß. Es mussten ja noch zwei weitere Koffer in das Auto passen. Leichte Nervösität machte sich breit, nochmal möchte ich nicht zum Rental Car Center zurückfahren müssen. Ich verdrängte den Gedanken bei einer weiteren Zigarette. Diese hatte ich übrigens bereits am Flughafen gekauft. Wieder hatte die Lufthansa mich reingelegt, und meine Marke 8 Euro billiger im Flugzeug vertrieben. Na ja, besser als die hochpreisigen Dinger auf amerikanischem-Raucherhass-Boden zu kaufen. Langsam gingen wir zu Terminal J und warteten vorm Gepäckband auf die letzten zwei kleinen Jägermeister. Jess und Elke hatten einen Stop in Philly und mussten deswegen glücklicherweise nicht mehr durch das Immigrationsszenario. Nach 45 Minuten waren wir endlich komplett und es war inzwischen 22:10 Uhr. Wäre alles kein Problem, wenn wir nicht noch nach Fort Myers fahren müssten. Einen kurzen Moment überlegte ich, ob ich nicht ein Hotelzimmer nehmen sollte um nächsten morgen ausgeschlafen zu starten, aber ich riss mich am Riemen und beschloss die Strecke durchzufahren. Bevor wir losfuhren spielten wir noch eine Partie Koffer-TETRIS und es gelang uns tatsächlich alle 5 Trollys in den Cherokee Kofferaum zu quetschen. Wir machten einen kurzen Abstecher zum Ocean Drive, um die beleuchteten Art Deco Hotels und Häuser zu begutachten, bevor wir in Richtung Westen auf den Interstate 75 fuhren. Diese Strecke bei Nacht und Müdigkeit ist eine Zumutung, aber ich schaffte es dann doch bis zur ersten Pause nach den Sümpfen in Naples. Es hatte nur noch McDonalds geöffnet, lag anscheinend an Thanksgiving das um 0:01 begonnen hatte, bei dem ich mir zwei Cheeseburger mit einem großen Kaffee genehmigte um wach zu bleiben. Die Strecke nach Fort Myers, genauer Cape Coral war dann nicht mehr so wild. Cape Coral ? Was wollen wir denn hier? Ja, wie die Überschrift sagt: "Experiment Africa" Ich hatte letztes Jahr bereits von der Villa Africa gelesen und wollte seitdem unbedingt mal einen "Vacation-Home"- Urlaub ausprobieren. Und welcher Ort eignet sich dafür nicht besser als Florida. Sonst sind wir immer on the road, diesmal wollen wir erleben, wie eine "amerikanische Familie" zu leben, inkl BBQ, Spülbecken mit Müllzerkleinerei und hauseigenem Swimmingpool. Als Dietmar, die Navistimme, ankündigte "Sie sind auf der Fifssss, Awenuuuueeee, Sixsssssss sechsundertfünfzehn angekommen" , sahen wir auch schon das hell erleuchtete Haus, unsere Villa Africa für 10 Tage. Wir betraten die Villa, der Schlüssel war zum Glück in einem Schlüsselsafe hinterlegt, und waren nur noch beeindruckt. "Boah, ist das groß" staunte ich, während ich im offenen Wohnraum mit hohen Decken stand. Esstisch, Theke, Küche, riesige Schlafzimmer, offene Duschen, wow, ... soviel hätten wir trotz der tollen Bilder nicht erwartet. Das Video sagt mehr als tausend Worte. Nach einer kurzen Erkundungstour, einigen "AAAAhh!"'s und "oooooh" und der Zimmeraufteilung fielen alle wie ein Stein ins Bett.
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