Once upon a time - wie alles begann

Prolog

Amerika: New York, die Freiheitsstatue, Hollywood, Western, Cowboys, .... mehr konnte ich mir in meinem jugendlichen Alter von gerade mal 13 Jahren nicht vorstellen. Nach Intervall Besuchen von Camping Capalonga in Bibione mit dem Wohnmobil, wagten sich meine Eltern erst an eine Flugreise nach Kreta und Karpathos. Dieses Jahr sollte alles anders werden: Seit ihrer Kindheit träumte meine Mutter davon den Mt. Rushmore zu sehen. Sie ist ständig unsere treibende Kraft gewesen, was Urlaub betraf. Pauschaltouristen waren wir nie, obwohl wir Pauschalreisen gebucht haben. Es wurde sich dann aber auch grundsätzlich ein Mietwagen genommen und die Gegend erkundet. Was aber auch in Zeiten, in denen das Wort “Internet” noch nicht existierte, Standard war. Natürlich, man ging in’s Reisebüro, und ließ sich beraten. Mt. Rushmore war natürlich in den meisten Reisen nicht enthalten, somit fiel die Wahl natürlich auf eine East to West Tour mit dem Bus. Das ganze sollte 2,5 Wochen dauern. Darüber könnte ich heute noch den Kopf schütteln, aber wir wussten es ja nicht besser. Da wir in den Sommerferien reisten, verlängerten meine Eltern die Reise noch um 1,5 Wochen mit dem Mietwagen, um auf eigene Faust die kalifornische Küste abzufahren. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich eigentlich gar nicht aufgeregt war. Wie auch, ich hatte keine Vorstellung von dem was mich erwartet. Oma machte sich natürlich schon Wochen vor unserer Abreise in das unerreichbar ferne Land Sorgen. Sie machte sich immer Sorgen, da ihre weiteste Reise, glaube ich mal, nach Österreich war. Ich schickte ihr übrigens noch bis zum Schluss Karten. Ich glaub, sie machte sich damals immer noch Sorgen, obwohl sie mich dann schon fragte, wann ich denn nach Amerika ziehen würde. Ich erwische mich noch heute dabei, wenn ich Karten ansehe, dass ich ihr am liebsten noch eine schreiben möchte.

Die Anreise

Da in Bayern die Sommerferien ziemlich spät beginnen, wurde ich von der Schule für die letzte Woche befreit. Ja, sowas geht, und ich fand das toller als den ganzen Urlaub. Mein Opa und mein Onkel fuhren uns zum Flughafen nach München. Wir waren natürlich viel zu früh, ich vertrieb mir allerdings sowieso immer die Zeit damit mit den Rollbändern hin und her zu fahren. Wir flogen mit der British Airways, mussten also auch wie heute in London Heathrow umsteigen. Das klappte super, nur nervte es mich, dass Mama in diesen ekligen kleinen Raucherkammern dauern verschwand. Wie kann man nur. Heute steh ich leider selbst oft eingequetscht in eben solchen. Tolle Videospiele gab es in den Abflughallen, aber dann war es auch schon soweit, dass wir in den riesigen Vogel einsteigen durften. Wir wurden von der Stewardess angehalten und sie zeigte uns die Treppe nach oben. Ein Flugzeug mit einer Treppe hatte ich noch nie gesehen. Wir durften tatsächlich auf dem Upper Deck in der ersten Reihe fliegen. Es gab sogar Inseat Entertainment. Unsere Plätze hatten die Fernseher in der Lehne, aber leider funktionierten diese nicht. Der Flug nach New York kam mir ewig und drei Tage vor. Gut dass ich damals nicht wusste, dass der Flug von Los Angeles zurück wesentlich länger dauern würde.

New York

In New York angekommen fand ich, dass es komisch roch. Dieser Geruch ging mir nicht mehr aus der Nase. Witzigerweise rieche ich den oft heute noch wenn ich am Flughafen ankomme. Es ist wohl eine Mischung aus Klimaanlage, Teppichboden und fettigem Essen. An die Immigration kann ich mich nicht mehr erinnern, nur daran, dass ich als die automatische Tür nach draußen aufging, fast kollabierte. Es war schwül und heiß, was sich durch die klimatisierten Räume aus denen ich kam noch extremer anfühlte. Mein Papa organisierte ein Shuttle. Ich war hundemüde, und hatte Angst. Wo würden wir denn jetzt hingebracht werden. Ich wusste damals schon, dass es in New York die Bronx gibt. Ganz vertraute ich meinen Eltern nicht, dass sie das richtige Shuttle genommen hatten. Wir fuhren diverse Hotels an, bis wir unseres endlich erreichten. Das Milford Plaza, eine Ecke entfernt vom Times Square. Dieses wurde im Übrigen 2010 renoviert und man kann wieder drin wohnen. Dort roch es auch wieder so komisch. Natürlich war ich quengelig, Jetlag kannte ich nicht und schlief, zur Erleichterung meiner Eltern, sofort ein. Was ich am nächsten Morgen erfuhr war, dass unsere Reiseleitung mit Sektempfang am Flughafen vergebens auf uns gewartet hatte. Meine Eltern haben Uwe, so hieß der nette Mann, spät abends noch in der Hotel Lobby getroffen. Eigentlich hätten wir einen persönlichen Shuttle gehabt. Früh wachte ich auf, meine Mama brauchte wie ich heute auch, etwas länger Zeit zum fertig machen. Ich schlawenzelte die Flure entlang, um mir die Zeit zu vertreiben. Plötzlich entdeckte ich eine Maschine, die mich faszinierte. Ich identifizierte sie als Eiswürfelmaschine. Schnell rauschte ich ins Zimmer, hatte ich nicht da im Bad einen Behälter für Eiswürfel entdeckt. So machte ich morgens schon tolle Eiswürfel, die natürlich keiner brauchte. Ich hatte sowas aber noch nie gesehen. Als alle fertig waren gingen wir zum Frühstück nach unten. Dieses war inkludiert, wir hatten allerdings Gutscheine, da es ein Restaurant war. Ratlosigkeit über der Karte. Brötchen gab es nicht, und die einzige die einigermaßen Englisch konnte war meine Mutter. Ich verstand kein Wort damals, obwohl ich bereits 2 Jahre Englisch in der Schule hatte. Ich entschied mich für French Toast und fand diesen schrecklich, fragte mich, wie man sowas zum Frühstück essen konnte. Heute liebe ich diese tollen Dinger. Dann machten wir in aller Frühe einen kleinen Spaziergang über den Times Square. Ich war eine kleine Schissbux und wich meinen Eltern nicht von der Seite. Wir waren ja schließlich in New York, und nur ein Schritt zu viel, könnte der Schritt in die Bronx sein. Etwas später lernte ich dann auch Uwe kennen, und auch unsere ganzen Mitreisenden. Als erste Bespaßung gab es eine New York Stadttour mit der Gray Line Linie, die ebenfalls noch heute existiert. Den Reiseführer machte allerdings unser Reiseleiter Uwe. Er kam auch aus Bayern, wohnte in San Francisco und war immer für ein Späßchen zu haben, kurzum, ich mochte den. Wir wurden schon darauf hingewiesen, dass eine Regel im Reisebus später herrscht. Es wird immer durchgewechselt. Jeden Tag wird ein Platz nach hinten gerutscht, so dass jeder mal vorne sitzen darf. Da wir zu dritt waren, hatten wir an einem Zweier keinen neben uns. Dies sollte später noch Gold wert sein. Die Rundfahrt durch New York fand ich toll, aber ich wollte ständig die Freiheitsstatue sehen. Nichts. Keine Statue weit und breit. Als wir am Battery Park anhielten, zeigte man uns die Freiheitsstatue. Na ja, mit dem Fernglas hätte man sie besser erkennen können. Ich war restlos enttäuscht. Nach der Stadtrundfahrt gingen wir auf eigene Faust zum Empire State Buildung. Das kannte ich auch schon vom Fernsehen. Ich freute mich darauf. Weiterhin bestand jedoch die Angst sich doch noch aus Versehen in die Bronx zu verlaufen. Wir fanden das ESB natürlich und fuhren nach etwas längerem Warten mit dem Lift nach oben. Das war schon das erste Aufregende. Leider durften wir nicht auf die Plattform nach draußen, da in “höheren Lagen” gerade Gewitterwolken aufzogen. Schade.

Philadelphia / Washington D.C.

Um 6 Uhr morgens wurden die Koffer vor unserer Türe abgeholt, um 7 Uhr war Abfahrt. Keine Zeit für mich eigentlich, aber der Jetlag half mir dabei aufzustehen. Weiter ging die Reise. Wir verließen New York und fuhren in Richtung Philadelphia. Diese Stadt kannte ich nicht. Ich habe auch den Namen noch nie gehört, außer dass ich den Frischkäse kannte. Uwe erzählte von einer Glocke, die wohl ziemlich berühmt ist. Es war sehr interessant was er immer berichtete, aber irgendwann konnte ich ihm dann nicht mehr folgen und ließ mich von Musik berieselt in den Sitz zurückfallen. Alles war neu, andere Menschen, andere Autos, andere Straßen, einfach alles. Noch fühlte ich mich nicht wohl. In Philadelphia angekommen ging es zur Independence Hall. Diese durften wir von außen ansehen. Dort in der Nähe gab es auch eine große Food Court. Dass dies Food Court heißt, wussten wir damals selbstverständlich noch nicht. Von New York kannte ich schon die Pizzakette Sbarro, bei denen Mama eine Margarita bestellt hatte und sie der Verkäufer etwas verdutzt anguckte. Ich hab natürlich schon gelesen was auf dem Schild unten stand, nämlich “Cheese”. Andere Pizzen aß ich nicht, daher wusste ich was ich bestellen musste, einfach Cheese Pizza. Mir gefiel die Food Court, so viele Stühle und Tische und rings herum Fressbuden. Es war ziemlich heiß draußen, aber im Schatten der Bäume konnte man relaxen. Nach dem Essen durften wir uns noch die Freiheitsglocke ansehen. Ich fand sie ziemlich langweilig, ehrlich gesagt, fand ich sie 2010 auch noch genau so ... naja, es ist halt eine Glocke. Man muss echter Patriot sein, um Gefallen an dieser Glocke zu finden denke ich. Philadelphia war nicht das Ende unserer Tagesetappe. Es ging weiter nach Washington D. C., dort wohnt Bill Clinton, das wusste ich, nämlich im weißen Haus. Auf das freute ich mich schon. Wir kamen spät abends im Omni Shore Hotel an. Es war ein sehr großes Zimmer, ich freute mich riesig. Solche Zimmer waren wir nicht gewohnt. In der Lobby waren Kronleuchter und ein Flügel. Meine Eltern waren etwas unsicher, ob wir denn mit unseren kurzen Hosen richtig gekleidet waren, aber es lief dort jeder so rum. Jetzt ging es erstmal ins Bett. Am nächsten Tag suchte ich das Hallenbad morgens, fand es aber nicht, schade. Es war eine Stadtrundfahrt am Vormittag geplant und abends eine Nachtrundfahrt. Endlich sah ich das weiße Haus und wir besichtigten auch den Bahnhof von Washington. Dort gab es wieder was zu Essen. Ich probierte zum ersten Mal Tortillas mit Bohnenmus. Mir wurde dann im Bus ziemlich schlecht und somit war die Stadtrundfahrt für mich gelaufen. Das Lincoln Memorial kannte ich auch aus dem Fernsehen. Es war aber furchtbar heiß, somit rasteten wir etwas auf der Treppe. Der Junge der mit uns im Bus war ärgerte mich die ganze Zeit, ebenfalls hatten meine Eltern und ich den anderen Leuten schon Spitznamen gegeben, weil wir ja nicht wussten wie die alle hießen. Weiter ging es zum Arlington Friedhof, dort war mir nicht mehr so schlecht. Schon beeindruckend diese ganzen Reihen von Gräbern, und natürlich auch traurig. Wir sahen das Grab von John F. Kennedy, den kannte ich übrigens auch, weil der mal sagte, dass er ein Berliner ist. Sein Bruder Robert Kennedy ist da auch begraben. Auf dem Grab der Kennedys brennt eine ewige Flamme. Wir relaxten im Hotel und machten dann noch die Nachttour zum Capitol. Schon damals fiel mir auf, dass man beim Sonnenuntergang tolle Lichter auf den Fotos hatte. Leider waren die Lichter nach dem Entwickeln nicht mehr so toll, aber ein bisschen schon. Müde fielen wir nach der Stadtrundfahrt ins Bett.

Niagara Fälle

Heute war eine lange Busfahrt angesagt, über das Unabhängigkeits-Endzeit-Schlachtfeld Gettysburg, ging es zu den Niagara Fällen. Diese stellte ich mir mächtig riesig, unglaublich hoch vor. Meine Erwartung war groß. Nach einer unbeschreiblich langen Busfahrt kamen wir nachmittags an der kanadischen Grenze an. Wie jetzt, Kanada ? Wir erfuhren, dass wir jetzt nach Kanada fahren und von dort aus mit einem Schiff, genannt Maid of the Mist, ganz nah zu den Fällen fahren. Schifffahren, klasse. Ich hatte einen heiden Spaß auf diesem Boot, nur die Fälle hatte ich mir um weiten größer und höher vorgestellt. Ich glaube ich dachte an die Victoria Fälle. Dass wir ziemlich nass wurden machte mir Spaß, meinen Papa weniger, denn der versuchte krampfhaft seine Videokamera unter dem blauen Plastikregenmantel zu verstecken, den wir beim “Boarding” bekommen haben. Das Lustige: Wir haben das Geschimpfe alles auf Video. Nach der Bootstour guckten wir uns noch die Fälle von oben an, nämlich vom Skylon Tower. Der Tag war trotz der langen Fahrt gelungen. Das Hotel war ein Ramada Inn in Niagara Falls. Ich wollte unbedingt zu Mc Donalds, weil ich einen bei der Hinfahrt entdeckt hatte. Nur dass es dorthin bestimmt 4 km waren hatte ich nicht berücksichtig. Somit hatte ich dann keinen Hunger mehr als wir ankamen. Papa war sauer auf mich, das weiß ich heute noch. Ich muss ihn mal fragen, ob wir danach mit dem Taxi ins Hotel gefahren sind.

Toronto / Detroit

Am nächsten Tag ging es weiter nach Toronto. Diese Stadt kannte ich auch nicht. Wir machten eine Stadtführung, von der ich die Hälfte verschlafen habe. Daher kann ich leider nicht viel dazu erzählen. Vom frühen Aufstehen war ich einfach zu sehr kaputt. Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter nach Detroit. Ich kann mich noch erinnern, dass der US Immigration Officer in den Bus kam und jeder seine Pässe zeigen musste. Dieser Grenzübergang war an einem See, ich glaube das war der lake St. Clair. Dort gab es Hot Dogs mit ungarischer Wurst. Dieser schmeckte vorzüglich. Natürlich, an Essen kann ich mich immer erinnern. Wir wurden noch zum Henry Ford Museum gebracht und hatten bis abends Zeit die tollen Autos zu erkunden. Ebenfalls fanden wir den Stuhl von Abraham Lincoln vor, auf dem er erschossen wurde. Später checkten wir in eine tolles Hotel mit Glasaufzügen ein. Dort lernten wir die Nachteile einer Schlüsselkarte kennen. Mein Vater hatte sich natürlich die Zimmernummer nicht gemerkt und irrte somit, bestimmt eine Stunde lang, im Hotel umher. Nach einigen Malen gläsernen Aufzug fahren, kam er dann doch noch auf den richtigen Floor wo sich unser Zimmer befand. Inzwischen hatten sich meine Eltern mit einem Paar angefreundet, die aus Berlin kamen. Sie sind übrigens heute noch im Kontakt. Diese trafen wir als sie Eis von einem nahegelegenen Supermarkt ins Hotel brachten. Ich war ganz stolz Ihnen von meiner Entdeckung in New York zu erzählen, einer Eiswürfelmaschine, die es in jedem Hotel gibt. Natürlich machte ich auch jeden Tag Eiswürfel, die wir gar nicht brauchten. Die beiden allerdings holten seit Ankunft immer Eis aus dem Supermarkt für den abendtlichen Drink.

Chicago

Die Fahrt geht weiter nach Chicago, the “windy City”. Die Stadt gefiel mir besonders gut bei der Stadtrundfahrt und ich schlief nur ein bisschen ein. Wir fuhren auf den noch damals so benannten Sears Tower. Hohe Gebäude mochte ich. Nach der Rundfahrt hatten wir Freizeit, nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten. Das Hotel war super, das Hilton and Towers, es lag direkt am Lake Michigan und in Gehweite vom Brunnen von “Eine schrecklich nette Familie”. Wir gingen nachmittags noch am See und durch die Stadt spazieren.

Badlands Nationalpark

Über Mitchel’s Corn Palace, ein Palast der nur aus Mais gebaut ist, ging es zum Badlands Nationalpark. Die Landschaft erinnerte mich während der langen Fahrt immer mehr an Cowboys. Es begann mir richtig gut zu gefallen. Ich hatte mir auch schon jetzt nach den paar Tagen eine gute Schlafposition ausgewählt, um die langen Tagesetappen zu überstehen. Der Halt bei den Badlands war nicht sehr lange, danach ging es weiter zu Mam`s Traum. Dem Mt. Rushmore. Ich fand die Präsidenten Köpfe auch richtig super und lernte gleich die Reihenfolge auswendig. Die kann ich übrigens heute noch. Die Übernachtung war in Rapid City.

Cody

Ich freute mich, an diesem Tag mussten wir nicht so lange fahren. Es ging nach Cody. Buffallo Bill war ein berühmter Büffeltöter, von dem gibt es dort ein Museum. Cowboys und Indianer haben mich schon immer interessiert. Das Beste war, dass ich danach endlich Zeit hatte um bei dieser Hitze mal in den Pool zu hüpfen. Dann ging es aber schon weiter, denn in Cody findet im Sommer jeden Tag ein Rodeo statt. Am Anfang wurde die Nationalhymne gesungen, und wir wurden von unserem Reiseleiter schon vorher hingewiesen, dass die Amerikaner da ziemlich eigen sind, und wir mitaufstehen sollen und die Hand auf unser Herz legen. Mir war das ein bisschen peinlich, weil ich ja gar kein Amerikaner war. Das Rodeo an sich gefiel mehr sehr gut, nur dass ich die Spielregeln oftmals nicht ganz kapiert habe.

Yellowstone Nationalpark

Heute ging es zum Yellowstone Nationalpark. Wow, dort waren überall Büffel. Ich war fasziniert. Wir machten eine kleine Rundreise in diesem Park mit dem Bus und durften immer wieder aussteigen. Überall waren heiße Quellen und Geysire. Ich war fasziniert. Über Terrassenartige Gesteine plätscherte das Wasser. Ich konnte es mir nicht verkneifen hineinzufassen. Später fuhren wir noch zum Old Faithful, einem großen Geysir, der immer nach 20-30 Minuten damals ausgebrochen ist. Leider waren so viele Leute da, dass ich nichts sehen konnte. Ich war etwas enttäuscht. Der Yellowstone Park gefiel mir super gut. Uwe, der Reiseleiter sagte, dass man hier auch super Angeln kann. Am liebsten wäre ich einfach nur da geblieben und mit Papa Angeln gegangen. Aber wir mussten ja leider nächsten Tag weiter. Es war total lustig, diese Nacht durften wir in einer Hütte schlafen. Als ich aus dem Fenster blickte stand ein Büffel mitten auf der Wiese. Ein Paradies!

Grand Teton - Salt Lake City

Über den Grand Teton Nationalpark fuhren wir an diesem Tag wieder nach Süden. Ich kann mich an diesen tollen Bergsee, den Jackson Lake leider nicht mehr erinnern. Ich befürchte dass ich geschlafen habe. Als ich meiner Mutter von 2013 die Urlaubsbilder gezeigt hatte, war sie der festen Meinung, dass ich dort schon mal gewesen wäre. Ohne, dass sie mir ein Foto davon gezeigt hätte, hätte ich ihr das wohl niemals abgenommen. In Jackson haben wir zu Mittag gegessen und waren auch in der tollen Cowboybar in der die Barstühle aus Sättel sind. In Salt Lake City verbrachten wir unsere Nacht. Vorher durften wir noch den Mormonen Tempel besichtigen. Ich fand das Ganze etwas gruslig und war froh als wir wieder im Hotel waren.

Zion Nationalpark - Bryce Canyon

Über den Zion Nationalpark, in dem wir ein Picknick gemacht haben, ging es zum Bryce Canyon. Es war so heiß, daher weigerte ich mich die angebotene Wanderung durch den Bryce Canyon mitzumachen. Meine Mutter hatte eine Ausrede nicht mitzugehen, da sie ja auf mich aufpassen musste. Also musste Papa alleine mit der Reisegruppe mitwandern. Er hatte ja auch als einziger seine Wanderstiefel dabei. Wir machten einfach nochmal ein leckeres Picknick am Rim. Bei dieser Wanderung klappte übrigens einer von unserem Bus zusammen, daher war ich auch ganz froh, dass ich nicht dabei war. Geschlafen haben wir im Ruby’s Inn.

Page - Monument Valley - Grand Canyon

Dieser Tag war super, er ist sehr in meiner Erinnerung geblieben. Morgens fuhren wir mit dem Bus nach Page. Dort mussten wir alle dann dem Reiseleiter unser Gewicht verraten. Ich fand das schon wieder peinlich, obwohl ich damals nur den Babyspeck noch hatte. Heute ist es schon ausgewachsener Speck. Danach durften wir in ein kleines Flugzeug einsteigen. Der Pilot hat mich neben ihm Platz nehmen lassen, das war richtig toll. Ich als Co-Pilotin. Ab Page flogen wir erstmal ins Monument Valley. Wow, jetzt waren wir wirklich bei den Indianern. Dort angekommen machten wir eine Jeep Tour durch die Tafelberge. Es war unglaublich heiß und Gott sei Dank hatten die Indianer große Trinkwasserkanister dabei. Danach stiegen wir wieder in die Maschine und flogen über den Lake Powell und die Rainbow Bridge zum Grand Canyon. Als die Maschine tiefer ging, um die Alköven in denen Siedlungen der Anasazi ersichtlicher zu machen, tat plötzlich mein Ohr richtig weh. Ich hatte mich wegen der Air Condition leider etwas erkältet und ich hatte sehr starke Schmerzen. Daher war ich auch froh, dass der Flug dann auch bald vorbei war. Jetzt ging es weiter nach Las Vegas, die Stadt erreichten wir spät abends.

Las Vegas

Die Straße führte in die Wüste, nach Nevada, Richtung Las Vegas. Das kannte ich auch. Las Vegas und Casinos waren mir ein Begriff. Wir wohnten leider nicht am Strip sondern etwas außerhalb im Hilton, dieses Hotels gibts immer noch und heißt glaube ich jetzt LVH. Es gab inkludiert eine Stadtrundfahrt. Wir wurden durch die Casinos gescheucht, unter anderem durch das Luxor und Exkalibur. Dann konnten wir noch das alte Las Vegas, die Freemont Street besichtigen. Schon war die Tour zu Ende. Viel zu schnell für meinen Geschmack, ich fand es einfach nur toll da. Am nächsten Tag durfte ich Papa zugucken, wie er ein Dollar in einen Automaten warf. Ich bekam natürlich gleich Ärger, weil ich einen Knopf gedrückt hatte, und wir mussten das Casino verlassen. Seit damals habe ich mich gefreut endlich über 21 zu sein um nach Las Vegas zurückzukommen. Für 21 halten die mich im Übrigen immer noch nicht, und ich muss ständig meinen Reisepass dabei haben. Kompliment!

Los Angeles

Jetzt gings nach Hollywood. Juhu! Die Stadtrundfahrt machte richtig Spaß, denn ich kannte ja bereits aus dem Fernsehen den Walk of Fame und Beverly Hills. Schließlich war meine Lieblingsserie Beverly Hills 90210. Ich schaute immer ganz genau, ob ich nicht doch irgendwo einen Star aus den Villen kommen sehe. Auf dem Walk of Fame fand ich auch den Stern von Bill Cosby, da habe ich mich ebenfalls gefreut, denn die Cobsy Show war auch eine meiner Favoriten. Unser Hotel befand sich in Long Beach.

Long Beach und eine Explosion

Am nächsten Tag konnte man optional einen Besuch der Universal Studios wählen. Diese wollten wir aber später bei unserer eigenen Rundreise machen. Mein Opa wurde im 2. Weltkrieg von den Amerikanern gefangen genommen und kam mit dem Schiff in Long Beach an. Meine Mutter wollte deswegen für ihn den Hafen fotografieren, dies verbanden die beiden gleich mit dem Besuch der dort liegenden Queen Mary. Ich fand das alles nicht so sehr interessant, wie den Brief, den ich an diesem morgen vor unserer Tür gefunden hatte. Dort wurde darauf hingewiesen, dass Dreharbeiten für einen Film in unserem Hotel stattfinden und auch eine Explosion gedreht wird. Meinen Eltern sagte ich, dass ich nicht mitgehen will, insgeheim plante ich aber irgendwie diese Explosion zu sehen. Ich hatte keine Zimmerschlüssel, daher lehnte ich die Zimmertür an und kundschaftete das Hotel aus. Von jeder noch so guten Etage mit Aussicht auf das Warner Bros. Set wurde ich von der Security verscheucht. Bis ich einen Notausgangsbalkon fand, von dort aus man einen klasse Blick auf das Set hatte. Bang! Super! Als ich ins Zimmer zurück kam, haben mich meine Eltern schon gesucht, und waren furchtbar sauer, dass ich einfach die Tür offen gelassen habe.

Highway 1 - San Francisco

Endstation war San Francisco. Am Highway 101 genossen wir ein leckeres Mittagessen in San Simeon. Die kalifornische Küste hat mir damals schon sehr gut gefallen. Abends kamen wir in San Francisco an. Wir hatten ein schönes Hotel in Chinatown in der Nähe der Transamerica Pyramid. Am letzten Tag der Rundreise machten wir erst eine Stadtrundfahrt. Diese hat mir am besten gefallen, da unser Busfahrer sich ständig Scherze erlaubte und die bergigen Straßen in schnellerem Tempo nahm. Danach durften wir eine Bootsfahrt in der Bay machen. Die Golden Gate befand sich leider sehr im Nebel. Danach fuhren wir noch den Golden Gate Aussichtspunkt an und schlenderten über Fisherman’s Wharf. Die Seehunde gefielen mir richtig gut. Somit war unsere pauschale Busreise zu Ende. Man kann darüber einfach nur den Kopf schütteln, wieviel Strecke wir auf so kurze Zeit gemacht haben.

Kalifornien per Mietwagen

Die nächsten Tage fuhren wir wieder die Küste nach Süden. Wir übernachteten in San Simeon, weil uns die Küstenlandschaft so gut gefallen hatte. Das Zimmer habe ich heute noch in Erinnerung, weil es Meerblick hatte. Danach ging es weiter nach Malibu, dort schafften wir es noch ganz zum Schluss ein Hotel zu ergattern, nämlich Cabins am Malibu Beach. Nachts wurden wir von einem Obdachlosen aus dem Schlaf gerissen, der wohl sonst immer in dieser Hütte schläft. Die Lage war einfach toll, man musste nur unter dem Highway durch und man war am Strand. Einen Tag später besuchten wir die Universal Studios, dort hatten meine Eltern und ich richtig Spaß. Am nächsten Tag ging es nach Anaheim ins Disney Land. Ich war schon älter und etwas enttäuscht davon, mir hatte das Euro Disney in Paris besser gefallen. Wir machten langsam und erholten uns einfach von der anstrengenden Bustour 2 Tage in Dana Point am Strand und beim Shoppen. Für einen Tag besuchten wir noch Sea World in San Diego und am nächsten Tag den Ragging Waters Park in San Dimas.

Der Heimflug

Dann war auch für uns die Zeit gekommen um die USA wieder zu verlassen. Mir hat es, obwohl alles sehr anstrengend war, super gut gefallen. Der Heimflug ließ mich aber folgende Worte aussprechen: “Ich will nie wieder nach Amerika”. Wir saßen nämlich Mittelreihe Mitte. Mir schliefen die Beine ein und der Rückflug war eine einzige Katastrophe. Ich war froh wieder zu Hause zu sein. Aus den Worten “nie wieder Amerika” wurde 10 Jahre später: “Jedes Jahr Amerika”
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