REISEBERICHT - SÜDWESTEN INTENSIV

TAG 1 FLUG NACH LOS ANGELES

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REISEBERICHT - LOS ANGELES - FLÜGE

 

FLUG NACH LOS ANGELES

 

VON VERGESSENEN AKKUS UND HERTZ GOLD CHOICE

 

Die Frage welchen Ankunftsflughafen ich für meine Oktoberreise wählen sollte, beantwortete Airberlin. Zwischen den Weihnachtsfeiertagen kam ein tolles Angebot per Newsletter herein geflattert, das ich nicht ablehnen konnten. Für 690 Euro nonstop nach Los Angeles ab Düsseldorf. Der Flug sollte um 13:20 Uhr starten, daher sah ich am Tag zuvor von einem Late Night Check In ab. Am Flughafen angekommen machte ich daher große Augen, ist nicht der International (USA) Check In im Terminal C des Düsseldorfer Flughafens meistens wie ausgestorben. Am heutigen Tag jedoch nicht. Eine lange Schlange drängelte sich vor die Check In Schalter der USA Abfertigung. Anhand der Gepäckanhänger, die die Koffer meiner Mitwartenden zierten, konnte ich schnell ausmachen, dass diese wohl alle zu einer AIDA Reise unterwegs waren. Na großartig, erst mal ein ganzes Schiff vor mir einchecken lassen macht nun wirklich keinen Spaß. Ich war jedoch früh dran und ergab mich meinem Schicksal. Meine Sitzplätze habe ich bereits online reserviert, daher konnte ich eigentlich keine große Überraschung mehr erwarten.

 

Nach einer halben Stunde hielt ich dann endlich die Boardingkarte in Händen und genehmigte mir dann ein verspätetes Frühstück bei McDonalds. Dort fiel mir auch noch gleich mein Herz in die Hose. Hatte ich nicht den Akku meiner Kamera nach dem Aufladen im Ladegerät gelassen. Das Nicht-Herausnehmen war nicht das Problem, denn das Ladegerät befand sich in meiner Reisetasche, die bereits auf dem Weg Richtung Flugzeug war. Dennoch bestand das Problem darin, dass ich die Kamera im Handgepäck hatte und ich diese bei unserem letzten Flug von München nach Düsseldorf bei der Security einschalten musste. Das fing ja schon mal gut an. Unbehaglich aß ich noch auf und dann machte ich mich schnell in Richtung Security Check auf. Ich sah mich bereits im Taxi Richtung nächstem Fotofachgeschäft sitzen, um einen Akku zu kaufen. Die Security in Terminal C war wie ausgestorben. Mit Herzklopfen legte ich meinen Rucksack in die Schale, ging ohne Piepen durch den Scanner und wartete. Als der Rucksack aus dem Röntgengerät kam beäugte ich die Beamten. Keiner sagte etwas und so schnallte ich mir erleichtert meine Sachen um. Sowas passiert mir auch nie wieder. Akku bleibt ab jetzt immer im Gerät.

 

Die Zeit bis zum Abflug verging schnell. Als der Flug aufgerufen wurde begab ich mich zum Gate, vor dem ein Nacktscanner und mindestens 15 Beamte standen. Das war also die schärfere Sicherheitskontrolle, von der ich bereits in der Presse gelesen habe. Mir machte das nichts aus, denn ich bin froh, wenn nochmal ausdrücklich kontrolliert wird. Das Boarding dauerte  zwar etwas länger, dafür hatte man aber keinen Stau in der Gangway. Also blieb es sich zeitlich sowieso gleich.Ich kam fast als letztes an Board, da ich einen XL Seat in der ersten Reihe der Economy reserviert hatte. Die 60 Euro pro Sitz sind bei einem „Elf-Stunden Flug“ auf jeden Fall gut angelegt. Sofort wurde ich lustig von der Stewardess begrüßt. An diesem Punkt möchte ich auch mal die Airberlin wieder loben. Es funktionierte alles reibungslos und das Personal war überaus freundlich. Nach dem Start gab es dann gleich Pasta, die wie immer sehr gut schmeckte. Das In-Seat Entertainment war vollgepackt und verkürzte uns den langen Flug so gut es ging. Schlafen konnte ich leider nicht, so starrte ich auch oft einfach auf die große Landkarte auf dem Monitor. Hin und wieder ruckelte es, aber da es Stellen waren, wo es immer ruckelte machte ich mir keine Sorgen.

 

 

Als wir dann von Kanada über die Us-amerikanische Grenze flogen, war ich an die Ruckler gewohnt und bekam keine Schweißausbrüche mehr. Über Las Vegas ging es dann in den Endspurt und wir landeten 20 Minuten früher auf dem Flughafen LAX in Los Angeles. Ich bin wieder da. Da wir so früh ankamen hatte der Flughafen noch keinen„Parkplatz“ für unsere Maschine und wir mussten dann trotzdem noch 20 Minuten im Flugzeug bleiben. Diese gingen aber schnell rum, da unsere Stewardess richtig nett und interessiert war, was ich denn jetzt im Urlaub so machen werde. Am liebsten wäre sie glaube ich mitgekommen. Ich habe zu Hause die

Arrivals um 16 Uhr gecheckt und es war nur ein Flugzeug aus Taiwan, das mit uns gleichzeitig ankommen sollte. Hoffentlich hatte dieses etwas Verspätung. Endlich konnten alle das Flugzeug verlassen und ich gin schnellen Schrittes zur Immigrationhalle. Aus dem rechten Gang sah ich schon die Passagiere aus Taiwan herauskommen. Ich beeilte mich und als ich in der Halle ankam war keiner vor mir. Ich hatte auf jeden Fall den Rekord meiner schnellsten Immigrationgebrochen. Kein Warten, sofort durch zum Immigration Officer, eingereist, fertig. Wer kennt den Nachteil einer schnellen Immigration? Natürlich, die Koffer waren noch nicht da. So wartete ich noch gute zehn Minuten auf meine Reisetasche. Die Reihe in den Customs war dann aber nicht mehr lang und somit konnte es jetzt endlich heißen:

 

Welcome to Los Angeles!

 

Bereits im Flugzeug hatte ich nach der Landung eine SMS von Hertz bekommen, in welcher die Parkplatznummer meines  gebuchten Wagens zu finden war. Ebenfalls stand darin, dass es ein Ford Explorer in schwarz sein wird und das Kennzeichen. Besser geht es ja nicht. Blieb nur nochdie Frage ob der Wagen Allrad haben wird, denn ich hatte ein paar Strecken vor, für diese ein Allradantrieb durchaus wünschenswert wäre. Ich folgte den Rental Car Schildern zur Bushaltestelle der Shuttles. Es herrschte großer Trubel. Leute kamen oder wurden abgeholt und freudig begrüßt. Ich musste aufpassen, dass ich keinen, oder mich keiner, über den Haufen lief. Die Shuttles kamen im Minutentakt angefahren. National, Alamo und Budget, dann rollte auch schon der quietschgelbe Hertz-Shuttle ein. Die Busfahrerin hievte alle Gepäckstücke der Mitfahrenden in den Bus. Die braucht wohl kein Fitnesstraining mehr nach der Arbeit. Nach einer kurzen Fahrt wurden wir auf dem riesigen Parkplatz der Hertz Mietwagenfirma abgesetzt. Ichging einmal quer über die Fläche und da stand mein Explorer, High Clearance, Allrad und schwarz glänzend. Die kalifornische Sonne hatte selbst Mitte Oktober noch Kraft, so konnte ich meine noch in Deutschland benötigten Jacke ausziehen und dafür die Sonnenbrille aufsetzen. Es war ein tolles Gefühl, dass dieses Mal alles so super geklappt hat.

 

 

Nachdem ich das Gepäck eingeladen hatte stellte ich im Navi als Zieladresse das erste Hotel ein, welches sich in Ridgecrest befand. Dieses kleine Örtchen liegt zweieinhalb Stunden von Los Angeles entfernt an der Route 395 und sollte uns nur als Übernachtungsort dienen. Eine Fahrzeit von zweieinhalb Stunden traute ich mir noch nach dem langen Flug zu. Da es bereits um halb sieben stockdunkel war, wurde die Fahrt jedoch anstrengender als gedacht. Auf der Hälfte der Strecke machte sich der Hunger bemerkbar und ich fuhr kurz in Lancaster ab. Leider befand sich der Ralph’s Supermarkt nicht mehr da, wo ich ihn vermutete, somit nahm ich  mit dem nebenan liegenden Walgreens Vorlieb. Für Getränke und ein paar Snacks reichte dieser auch aus. Wie bereits erwähnt, fühlte sich der Ritt durch die Dunkelheit länger an, als er eigentlich war. Als ich dann auf den Parkplatz des Best Western China Lake fuhr, war ich dann auch heilfroh endlich am Ziel zu sein. Die ältere Dame am Check In war nach typisch amerikanischer Art sehr freundlich und ich freute mich diese Höflichkeit der Amerikaner wieder zwei Wochen genießen zu dürfen. Da am nächsten Tag Sonntag war, gab es leider erst ab 6 Uhr Frühstück, zu dieser Zeit wollte ich aber schon wieder auf der Straße sein. Sie gab mir ein Zimmer im Erdgeschoss. Dies erleichterte mich sehr, denn ich hatte keine Lust noch über die Außentreppe das Gepäck  nach oben zu schleppen. Das Zimmer war typischer Best Western Standard und nach flüchtigem Akklimatisieren ging ich kurz nach neun schlafen.

 

 

 

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