Sweet Escape - Teil 2
Sweet Escape - Entspannen in FL
Es war wirklich lustig, anstatt Baustellenampeln gibt es hier nämlich "Lebende Ampeln". Die armen Leute die sich da den ganzen Tag hinstellen müssen und den Verkehr regeln. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ?  Shark Valley, links ! Oh nein! Es stand eine lange Autoschlange vorm Rangerhäuschen. Ein Schild: Parkplatz voll. Mir egal, wir warten, was anderes hatte ich nicht mehr geplant, und es war erst früher Nachmittag. Letztendlich ging es doch schneller als gedacht. Wenn ein Auto den Park verließ, durfte der nächste rein. Logisch. Wir warteten höchstens 15 Minuten.   Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir uns noch sicher ob wir die Tram,oder die Bikes nehmen. Auf Tram hatte ich zwar überhaupt keine Lust, aber Laurahatte seit längerem Kniebeschwerden. Die testete aber beim Rental Bike Center den Beachcruiser ein paar Runden auf dem Parkplatz und gab uns das okay. Über 24 km Radfahren ? Wollte ich das wirklich? Ja, ich wollte es. Die Preise sind saftig, $ 8,50 pro Stunde, für richtig runter gerockte Bikes. Zum Glück ist der Weg flach, denn mit diesen Singlespeed Bikes ist das schon anstrengend. Die ersten 2 km trafen wir noch Wanderer, ab dem 4. Kilometer war der Weg leer, bis auf: Alligators ! Ich dachte die liegen in den Gräben neben dem Weg, doch nicht direkt AUF dem Weg. Man sollte ja Abstand zu den Viechern halten, aber was macht man wenn die auf dem Weg liegen ? Schnell radelte ich vorbei. Im Gegensatz zu den anderen hab ich nämlich tierisch Respekt vor den Viechern. Ich kann nur jedem empfehlen den Loop mit dem Bike zu fahren. Eine solche Vielfalt an Alligatoren, Vögeln und anderen Tieren habe ich in den Everglades noch niegesehen.  Auf halber Strecke liegt der Aussichtsturm. Wir parkten unsere Bikes, wie soll es anders sein, neben Alligatoren. Schön langsam gewöhnte ich mich an den Gedanken.   Die Tiere wirkten auch ruhig. Auf einmal hörte ich die anderen schreien. Ein Aligator erschreckte sie, da er schnell vom Wasserloch neben dem Weg rauskam, den Weg überquerte und wieder im Wasser verschwand.    Leider kam jetzt gerade eine Tram an,und die Leute stürmten den Aussichtspunkt. Wir warteten, bis die Meute wieder weg war und machten noch ein paar Fotos. Eine schöne Aussicht. Man kann gar nicht glauben, dass das alles im Wasser steht. Die Everglades sind ja in dem Sinn gar keine Sümpfe sondern ein Fluss, der sich 85 km breit vom Lake Okeechobee seinen Weg ins Meer bahnt. Einer der größten natürlichen Wasserfilter und wie man sah, die Heimat einer Menge Arten.  Weiter ging es auf dem Loop. 24 km sind wirklich lang und wenn man den 80. Alligator sieht, ist es zugegeben nicht mehr sooooooooooooo interessant wie die ersten 30. Rein landschaftlich ändert sich ja auch nicht viel.   Aber was war das: Bäh! Eine riesige Wasserschlange lag auf der Straße, und sie war definitiv nicht tot. Ich mag keine Schlangen und überließ das Fotografieren den anderen.  Im Sonora Desert Museum habe ich eine Wüstenschlange angefasst, aber auch nur nachdem die Rangerin mir 10 mal versichert hat, dass diese nicht giftig ist. Im Gegensatz zu dieser Everglades Schlange war die auch winzig. Wenn ich nicht weiß, dass die nicht giftig ist, dann halte ich 50 Meter Abstand. Bis 17 Uhr musste man die Bikes abgegeben haben, das schafften wir 20 Minuten früher. Wir nahmen die nächste Interstate Auffahrt und fuhren in unser Häuschen. Im Haus wurde Bestandsaufnahme gemacht, danach machten wir eine kleine Checkliste, was alles zu besorgen war. Im Gegensatz zum letzten Mal, hatten unsere Vorgänger wohl alles aufgebraucht. Nicht mal mehr Spühlmaschinentabs waren da. Im nahe gelegenen Publix wurde alles noch eingekauft, schön wenn die Läden so lange geöffnet haben. Danach machten wir uns noch was zu Essen und fielen müde ins Bett. Ich muss sowieso sofort sagen, dass das hier kein typischer Reisebericht wird, weil wir ja nicht so viel gemacht haben, ich werde mich also kurz halten und die paar Tage zusammen fassen. Am nächsten Tag konnten wir nicht viel erledigen. Die Hausübernahme musste noch erfolgen, ich rief also unsere bekannte Sigrid wieder an. Die konnte erst am Nachmittag, so verbrachten wir den Vormittag mit Frühstück und Poolen. und jetzt fragt mich nicht was wir am Nachmittag gemacht haben, ich habe nämlich keine Ahnung. Boah, Whipped Cream Cheese ... warum gibts das bei uns nicht ? LEEEEECKAA!!! Am Samstag machten wir einen Ausflug auf Sanibel. Das war eine schlechte Idee. Die Insel war nämlich komplett überlaufen. Wir haben beim Lighthouse nur durch Zufall einen Parkplatz bekommen. Von der friedlichen Atmosphäre von November war nichts mehr zu spüren. Erinnerte mich mehr an Bibione Camping Capalonga. Wir dachten, dass wir noch ein paar verlassene Strände finden, und fuhren die Insel ab. Aber wir blieben bei Dairy Queen und einem großen Brownie Oreo Earthquake Eis hängen. Dieser Becher reicht übrigens für 2. Eins möchte ich dazu sagen, obwohl wir draußen saßen traute ich mich nicht zu rauchen. Das ist hier in Deutschland nie ein Problem. Klar das Rauchen ist ungesund, aber in den USA fühle ich mich schön langsam nicht mehr wohl. Man kommt sich vor, als würde man irgendwas Verbotenes tun. Auf dem Weg ins "Inselinnere" entdeckten wir einen Antiquitätenladen und verbrachten da ziemlich viel Zeit drin. Dort gab es alles was man sich nur vorstellen konnte. Auch aus Deutschland gab es Sachen. Am meisten interessierten mich die alten Pioniersachen. Für Otto wäre das ein Paradies gewesen. Zurück standen wir im Übrigen über eine Stunde im Stau, bevor wir über die Brücke kamen. Wir kauften noch Grillzubehör und beendeten den Tag mit einem deftigen BBQ. Am Sonntag fuhren wir hoch nach Sarasota. Zum Myakka River State Park. Wow, ein wirklich schöner Park. Wir mieteten zwei Kanus und ruderten über den See. Unter und neben uns freundliche Alligatoren :D Die faulen Menschen ließen sich mit dem größten Airboat Floridas über den See kutschieren und vertrieben alles was lebendig war. Toll !  :rolleyes: Das Wetter war wechselhaft und es blies teilweise starker Wind. Es war nicht leicht das Kanu über den See zu manövrieren, bei diesem Seegang. Wir hatten ganz schön zu kämpfen, so gaben wir das Ding früher als geplant ab. Ich hab so Respekt vor diesen Reihern, die sind fast so groß wie ich :D Danach machten wir noch den Nature Walk, der uns ausgesprochen gut gefallen hat. Bis auf Echsen und Spinnen haben wir aber kein Tier gesehen. Die Hängebrücke war auch eher enttäuschend, hatte mir die irgendwie größer vorgestellt. Ich hatte mich schon sehr auf das Fotografieren auf dem Nature Walk gefreut. Ich konnte genau ein Foto machen, weil ich Idiot den Akku nicht geladen habe. So trug ich die Kamera zwar den ganzen Weg, konnte aber keine Bilder machen. Das passiert mir auch nie wieder. Da es noch nicht spät war, beschlossen wir noch nach Sarasota reinzufahren. Dort drivten wir erst mal durch den Mc Donalds THRU, eigentlich wollten wir nur kurz WiFi, aber wenn man schon mal auf dem Parkplatz ist, kann man auch den Drive Thru testen :D Wir befragten Trip Advisor was es denn so Schönes in der Nähe gibt, und der sagte uns, wir sollen mal das The John and Mable Ringling Museum of Art besuchen. Das schloss aber in einer Stunde, also nahmen wir den nächsten Vorschlag an: Evie's Golf Center . Eine Runde Mini Golf geht doch immer. Danach entdeckten wir die Driving Range. Da wir noch nie Golf gespielt haben versuchten wir uns natürlich da auch. Das ist echt total schwer, ich sag es euch. Es war spät geworden, ich wollte noch ein Coors auf dem Golfplatz trinken, aber meine Mitreisenden hatten mal wieder alle keinen Ausweis dabei. AAAAH! So wurde das Bierchen am Pool verspätet getrunken.
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Teil 2 enthält: Everglades: Shark Valley Myakka River State Park Kanu fahren Nature Trail