REISEBERICHT - USA - ROADTRIP NORDWESTEN BIS SÜDWESTEN

TAG 1 - FLUG NACH SEATTLE

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REISEBERICHT - FLUG - SEATTLE

 

FLUG NACH SEATTLE

 

WARUM SOLLTE AUCH ALLES RUHIG VERLAUFEN?

 

 

Eventuell sollten wir für weitere Urlaube unsere Zeitplanung überdenken, denn wir sind mal wieder viel zu früh am Flughafen. Nämlich 2,5 Stunden zu früh, und das, obwohl wir bereits schon bei McDonalds gefrühstückt haben. Den Transport zum Flughafen hat eine Blacklane Limo übernommen. Nein, keine Stretchlimo, das wäre ja peinlich. Zum Valentinstag gab die Firma 50 % und somit war der Dienst günstiger als ein Taxi. Nun sitzen wir am Gate des Terminal A am Düsseldorfer Flughafen und warten bis unsere Maschine aus Frankfurt eintrifft. Eine Bahnfahrt wäre mit Sicherheit weniger zeitaufwändiger gewesen, aber jetzt sind wir dennoch wenigstens unsere zwei großen Koffer schon los. Mit uns warten viele Passagiere, die auch ihren Anschluss in die USA gleich in Frankfurt haben. Die Lufthansa taktet hier genau, denn wir haben alle eine knappe Stunde zum Umsteigen.

 

Die Maschine lässt sich Zeit, denn inzwischen sind wir 20 Minuten über der Boardingzeit und immer noch kein Flieger in Sicht. Nathalie wird langsam nervös, und ich checke am Handy, wo sich die Maschine aktuell befindet. Anflug auf Düsseldorf, na jetzt aber schnell. Über eine halbe Stunde später können wir auch endlich boarden. Man merkt den Leuten mit Connection Flights die Anspannung an. Einmal rauf, einmal runter, von DUS nach FRA ist es nur ein Katzensprung. Gelandet fahren wir eine gefühlte Ewigkeit über das Rollfeld und als wir endlich eingeparkt haben, gibt es kein Personal für die Brücke. So einen Stress braucht man nun wirklich nicht, aber ich bin fest überzeugt, dass der Anschluss wartet. Nach zwanzig Minuten im Gang des Fliegers Stehen, dürfen wir endlich aussteigen. Warum kann bei uns nicht mal einfach alles gut gehen, wir sind doch immer zu früh?

 

 

Jetzt hetzen wir durch die Gänge zur Passkontrolle, welche glücklicherweise leer ist. Dann an die Gates und siehe da, der Anschluss hat zwecks Defekt des Board-Entertainment-System sowieso auch Verspätung. Geschwitzt haben wir jetzt grad trotzdem. Nach einer weiteren halben Stunde dürfen wir einsteigen. Natürlich wieder im Durcheinander, es wäre ja zu schön die Menschen in Gruppen einsteigen zu lassen. Da aber 90 % der Passagiere Angst haben, dass das Flugzeug doch eventuell ohne sie starten könnte, staut es sich auf der Brücke. Na ja, wenigstens ist Personal da, um diese zu bedienen. Sehen wir das doch positiv. Die Maschine ist eine Boeing und wie die meisten davon mit einer 3-4-3 Sitzreihe in der Holzklasse bestückt.

 

Wir sitzen ziemlich weit hinten und ich freue mich schon, als die Durchsage „Boarding completed“ ertönt und immer noch kein Mensch rechts neben mir Platz genommen hat. Zu früh gefreut, denn neben mir steht der größte und breiteste Mensch des ganzen Flugzeuges. Er könnte in der Defense der NFL sein, so groß ist er. Ich glaub er sieht mir an, dass ich nicht besonders begeistert darüber bin, sind die Sitzreihen der Lufthansa nicht gerade für uns beider Komfort gemacht. Aber es ist jetzt nun mal so und wir beide haben jetzt neun Stunden Zeit auf Kuschelkurs zu gehen. Ich zieh mir meine Noise Cancelling Kopfhörer über, mach mir einen Film an und versuche die nächsten neun Stunden und vierzig Minuten durchzuhalten.

 

  

 

Der Service der Lufthansa lässt zu wünschen übrig, es wird munter durch die Gänge gerannt, will man was, ist die Dame oder der Herr schon fünf Reihen weiter. Man hört, beim Media Markt soll dies auch so sein. Ich trauere meiner airberlin hinterher. Der Flug verläuft aber weiterhin ruhig, und die NFL Defense steht auch sehr oft auf, da kann ich mich auch etwas ausstrecken. Als das Flugzeug in den Sinkflug übergeht, haben wir eine tolle Aussicht auf wunderschöne gezuckerte Berge. Einer der schönsten Anflüge bisher. Mit ein bisschen Verspätung landen wir zur Mittagszeit in Seattle.

 

Die haben Personal für die Brücke und wir kommen in einen ziemlich kleinen Immigration Bereich. Die Einweiser haben ganz schön damit zu tun, die Massen in die richtigen Absperrbänder zu drücken. Da wir ESTA-Gäste sind, können wir gleich an die Automaten. Tipp, tipp, tipp, Foto, Fingerabdruck, ohne X fertig ! Bei Nathalie läuft auch alles glatt und nach weiteren fünf Minuten stehen wir beide getrennt vor den Officers. Meiner fragt nicht viel, nur wann ich wieder zurückfliege, Nathalies ist neugieriger, der will etwas mehr wissen. Aber jetzt ist sie auch endlich durch und wir gehen runter zu den Kofferbändern. Trotz Verspätung in Frankfurt kamen beide Koffer unbeschädigt mit und wir können in die Ankunftshalle rollen. Sea-Tac ist kein Vergleich zu LAX, und das Ankommen ist hier deutlich entspannter.

 

   

 

Wir kaufen uns erst mal was zu trinken, Eistee, lecker und stellen uns am Shuttle an, das uns in ein paar Minuten zum Mietwagenzentrum zu National befördert. Da ich Emerald Kunde bin, muss ich nicht zum Schalter, wir gehen also direkt zu den Autos durch. Dort erwarteten uns zwei junge Mitarbeiterinnen, die uns gleich auf unseren Nissan Rogue verweisen. Nee, nicht schon wieder. Ich frage nett, ob ich nicht einen Jeep Compass haben könnte und was letztes Jahr bei Hertz nicht klappte, erledigte National im Nu. Die Mitarbeiterin telefoniert kurz und teilt mir glücklich mit, dass wir nur kurz warten müssten, dann kriegen wir einen Jeep Compass. Der rollt ein paar Minuten später auch über den Parkplatz, wunderschön in schwarz, 4000 Meilen und es ist kein Compass, sondern ein Cherokee. Noch besser! Schnell laden wir unser Gepäck ein und fahren vom Platz.

 

 

Die Interstate nach Norden ist frei, sehr gut, denn unser Hotel befindet sich in Alderwood, im Norden von Seattle. Es ist oft kaum zu glauben wie schnell einem hier der Verkehr vorkommt, obwohl man ja auf deutschen Autobahnen viel schneller fährt. Schon um kurz nach zwei sind wir im Best Western und fragen nett, ob unser Zimmer evtl. schon zum Einchecken bereit ist. Das sind wir ja gar nicht so gewohnt, so früh im Hotel zu sein. Ja ist es, und wir beziehen unsere Unterkunft, die wir drei Nächte unser Eigen nennen dürfen. Eine kurze Erholungspause später stellen wir fest, dass es gleich in der Nähe einen Panda Express gibt und wir zufälligerweise Hunger haben. Dort essen es zur Feier der Ankunft in den Staaten eine Ladung Chow Mein mit Orange Chicken und Walnut Shrimps.

 

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Wir lieben dieses Zeug einfach. Das Festmahl nehmen wir festlich im Außenbereich zu uns, da es bei diesem Panda irgendwie nur 15 Grad drin hat. So kann der Urlaub beginnen. Da wir jetzt natürlich noch nicht ins Bett gehen können, fahren wir mal zum nächsten Walmart, wir müssen ja schließlich ein paar Besorgungen machen. Eine große Kühlbox von Coleman ist im Angebot, die kommt natürlich gleich in den Wagen. Dazu noch zwei Camping Töpfe, einen Gasbrenner, Gasflasche und ein Allzweckklappmesser. Auch jede Menge andere Dinge wie Getränke und Verpflegung landen im Wagen. Es ist immer wieder spannend, wie erholsam so ein Einkauf in einem großen Walmart ist. Die Distanzlosigkeit der Europäer beim Einkaufen werden wir wohl nie mögen.

 

 

Wir gondeln wieder zurück nach Alderwood ins Best Western, laden die Errungenschaften aus und sortieren mal unser Gepäck etwas um. Die H20 SIM Karten sind bereits aktiviert und es klappt beim Einsetzen in unsere iPhones alles reibungslos. Das Downloaden des APN Clients ist auch kein Problem. Bis halb neun halten wir noch durch, aber dann sind wir viel zu müde um  uns noch irgendwie wachhalten zu können. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

 

 

 

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